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PALLIATIVMEDIZIN


Was versteht man unter Palliativmedizin?
Unter Palliativmedizin versteht man ein komplexes Betreuungskonzept für schwer erkrankte Menschen und deren Angehörige, die mit einer unheilbaren, fortschreitenden Erkrankung, und den damit verbundenen Problemen, konfrontiert sind. Sie orientiert sich dabei flexibel an aktuellen oft wechselhaften Bedürfnissen und Symptomen der Patienten.

Diese Bedürfnisse und Symptome stehen im Zentrum der Behandlung und nicht die Krankheit selbst!

Die Palliativmedizin ist auch keine Alternativtherapie zu den Therapieverfahren in der Akutmedizin, sondern vielmehr eine komplementäre Ergänzung. Die Arbeitsphilosophie geht von einem ganzheitlichen Ansatz aus und erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Professionen.

Ziel der Palliativmedizin?
Ziel ist es, die Lebensqualität von Patienten und deren Familien in der verbleibenden Lebenszeit möglichst zu verbessern und dem Patienten ein beschwerdefreies Dasein (z.B. Schmerzfreiheit) zu ermöglichen.

Dies soll durch Vorsorge und Linderung von Leiden (Symptomkontrolle), durch frühzeitiges Erkennen, richtige Einschätzung und Behandlung von Schmerzen (Schmerzkontrolle) und anderen physischen, psychosozialen und spirituellen Problemen erfolgen.

Dazu ist einerseits eine medizinisch-ärztliche Betreuung (Schmerztherapie, Symptomenkontrolle, etc.), aber auch eine intensive pflegerische, psychologische und seelsorgerische Begleitung nötig. Wenn von den Patienten und Betroffenen erwünscht ist, wird auch eine Betreuung im privaten Umfeld unterstützt.

  • Wann ist eine palliative Begleitung hilfreich?
  • Bei fortgeschrittenen, metastasierten Tumorerkrankungen
  • Bei neurologischen Erkrankungen: Schlaganfall, ALS, MS, (Demenz)
  • Bei austherapierten Herz- und Lungenerkrankungen: Herzinsuffizienz, COPD, Lungenfibrose
  • Bei terminaler Nieren- und Leberinsuffizienz
  • Mit welchen Anliegen können Sie sich an mich wenden?
  • Bei belastenden Symptomen oder Symptomengruppen: komplexen Schmerzen, Atemnot, massiver Erschöpfung und Müdigkeit, Verwirrtheitszuständen, Übelkeit und Erbrechen, Angst…
  • Bei Verschlechterung oder Instabilität eines bereits deutlich eingeschränkten Allgemeinzustands bei Patienten mit einer weit fortgeschrittenen Erkrankung
  • Bei schwierigen Entscheidungsfindungen in Bezug auf lebensverlängernde Massnahmen bzw. Therapie-rückzug/Therapieabbruch, bei erschwerter Willensbekundung bei fehlender Patientenverfügung, bei Zielkonflikten zwischen Patient, familiären Umfeld bzw. Betreuerteam
  • Bei Überlastung betreuender Angehörigen oder nahestehenden Personen
  • Zur Patienten- und Angehörigenberatung und Schulung: zur Bewältigung von symptomatischen Krisen (Atemnot, Blutungen) oder bei besonderen Herausforderungen in der Behandlung, zur Erarbeitung von Handlungsanweisungen im Notfall

„Du bist wichtig, einfach weil Du DU bist. Du bist bis zum letzten Augenblick deines Lebens wichtig und wir werden alles tun, damit du nicht nur in Frieden sterben, sondern auch leben kannst bis zuletzt.“

(Cicely Saunders)